Die Jubilare 2013 von links: Anja Bröcheler, Heinz Peters, Dr. Hans Nühlen (kein Jubilar), Ermin Dizdarevic, Karin König, Darius Skutnik, Uwe Tummes, Oliver Höer, Heike Hoff, Horst Heck, Theo Imgrund, Hendrik Eich und Andreas Gaß-Kwidzinski.Foto

275 Jahre – das ist mal ein ungewöhnliches Jubiläum, besonders für ein Autohaus. Gab’s anno 1738 schon Autos? Nein. Aber beim Autohaus Nühlen hat jemand die Jubiläen des Jahres 2013 zusammengerechnet und kam auf satte 275 Jahre. Grund genug, sich einmal mit den Jubilaren zu unterhalten.

Heinz Peters und Theo Imgrund sind seit 40 Jahren im Unternehmen. Wenn sich die beiden „alten Hasen“ an ihre Bewerbungsgespräche erinnern, so muss sich das für die Azubis von heute anhören wie Geschichten aus einer anderen Welt. Aufpolierte Lebensläufe, Hochglanz-Bewerbungsmappen, Assessment-Center? Pustekuchen. So was gab’s 1973 nicht. Theo Imgrund wunderte sich beim Einstellungsgespräch bei der Chefin Anneliese Nühlen, dass er nach seinen sportlichen Aktivitäten gefragt wurde. „Ich mache Judo“, habe er verdutzt geantwortet. „Dann kannste mit dem Chef auf die Matte“, erwiderte die Chefin – und Theo Imgrund war eingestellt.

Heinz Peters wurde erst gar nicht gefragt. Polizist habe er unbedingt werden wollen, aber als die Polizei ihn nicht nahm, da schnappte sich der Vater seinen Heinz und ging mit ihm zu Nühlen. Es sprach die Chefin: „Der Vater ist in Ordnung, dann ist der Sohn das auch.“ Punkt. Heinz Peters wurde Bürokaufmann. Heute, nach 40 Jahren, seufzt er mit schelmischem Lächeln: „Nach dem ersten Lehrjahr kam ich in die Reparaturannahme – und da bin ich bis heute nicht mehr rausgekommen.“

Wenn der Zoll den Stoff nicht findet


Wie das so ist, wenn ein Dutzend Jubilare beisammen sitzen, es werden die schönsten alten Geschichten erzählt. Eines Tages, rund 30 Jahre ist das jetzt her, erschien der Zoll beim Autohaus Nühlen, im Schlepptau einen Mercedes. Man sei sich hundertprozentig sicher, dass in dem Wagen Drogen versteckt seien, aber man könne sie nicht finden. Und es folgte eine Szene, die sehr an den Film „French Connection“ mit Gene Hackman erinnert: Der Mercedes wurde auseinandergenommen, aber nichts gefunden – bis man bei Nühlen auf die Idee kam, die Hinterachse auszubauen und den Hinterachsträger anzubohren. „Das war noch volles Material, damals wurde ja nicht aufs Gewicht geachtet.“ Das Ergebnis war fast weihnachtlich: Leise rieselt der Schnee...

Doch das sind, wie es so schön heißt, olle Kamellen. Firmenchef Dr. Hans Nühlen wirft die – teils leidvollen – Erfahrungen seines Teams vom Nürburgring in die Runde. Sein Autohaus gewann den Werkstättentest der Fachzeitschrift „auto, motor und sport“, was Mercedes dazu veranlasste, das Team, welches diesen Test absolviert hatte, auf den Nürburgring einzuladen. Mal selber einen Formel-3-Rennwagen steuern ist ja ganz schön – wären da nur nicht die Hubschrauber gewesen.

Nürburgring-Rennen mal anders


Mit denen wurde das Nühlen-Team nämlich zum Nürburgring geflogen. Alles sei gut gelaufen, erinnern sich die Jubilare, bis ein Pilot auf die Idee kam, sich – in Fahrbahnhöhe fliegend! – mit einem Porsche ein Rennen zu liefern. Wer das Rennen gewann, ist nicht überliefert, da das Team aus Moers mit anderen Dingen beschäftigt war: „Also so genau hab’ ich das nicht mitgekriegt.“

Ein anderer Mitflieger präzisiert: „Damals trug der Zoll hier Tüten voll Drogen raus. Im Hubschrauber gab’s auch Tüten. Die waren auch voll."

Harry Seelhoff

Quelle: www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/jubilaeum-275-jahre-im-autohaus-id8828983.html


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